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Autark werden: die Wahl der richtigen Hühnerrasse (Teil 2)

Damit Hühner einem in der Krise wirklich zum kleinen Einkommen werden, muss unbedingt die richtige Rasse gewählt werden. Häufig werden einem auf dem Markt Legehybriden oder Fleischhybriden verkauft. Diese Hühner sind auf den schnellen Erfolg ausgelegt. Es werden zwei gute Rassen gekreuzt, deren direkten Nachkommen eine sehr gute Leistung bringen. Die darauffolgende Generation bringt jedoch eine schlechte Leistung. Außerdem sind diese Turbohühner sehr anfällig und die Legeleistung nimmt schnell ab.

 Wer eine Legehenne wünscht, die über Jahre gut legt, der sollte keine Legehybriden wählen, sondern eine richtige Hühnerrasse. Soll es gelegentlich einen Braten geben, dann wären Zwiehühner zu bevorzugen. Es gibt aber auch einige gut legende Fleischrassen. Diese sind allerdings auf größere Futtermengen angewiesen. Leichtere Zwiehühner, die fleißig suchen, wären die bessere Wahl. Die Hühner können legen, die Hähne landen im Topf.

 Es gibt weitere Kriterien für die Hühnerwahl. Es gibt flugfreudige Hühner oder solche, die einen einfachen Hühnerzaun von 1,5 Metern Höhe nicht überwinden werden. Einige Rassen werden selbst einen guten Meter nicht schaffen.

 Wer die Hühner vermehren möchte, der muss eine Rasse wählen, deren Hennen brütig werden. Außerdem sollen die Küken robust sein. Alternativ zur Henne kommt eine Brutmaschine an die Notstromversorgung, um die Küken auszubrüten. Dennoch sollen diese robust sein. Bei einigen Rassen ist es nicht ganz einfach, die Küken durchzukriegen.

 Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Fähigkeit zum Überleben. Einige Hühnerrassen springen beim kleinsten Schatten in die Büsche, da sie einen Greifvogel fürchten. Andere Hühner haben ein weißes Federkleid und sind weithin sichtbar oder sind derart auf den Menschen eingestellt, dass sie im Freilauf bei Wind, Wetter und Beutegreifern nicht mehr alt werden.

 Weiterhin gibt es Hühner, die im Winter legen. Das können diese Hühner allerdings nur dann, wenn sie ordentlich gefüttert werden. Wer dieses Futter nicht hat, der kann auch eine andere Rasse wählen.

 

Auswahlkriterien zusammengefasst:

- keine Hybriden, sondern Rassehühner

- Hühner, die selbst nach Jahren noch gut legen

- leichte Zwiehühner, die emsig suchen und wenig gefüttert werden müssen

- eventuell sollten die Hühner weitgehend flugunfähig sein

- Hühner, die noch brütig werden

- eine Rasse mit robusten Küken

- Hühner, die auf sich selber aufpassen und nicht beim Fuchs landen

- für Eier im Winter können Winterleger gewählt werden

 

 

Interessante Rassen

 

Westfälische Totleger (Dauerleger): Diese Hühner mit robusten Küken legen außergewöhnlich lange viele Eier. Es handelt sich jedoch nicht um Winterleger sowie diese Zwiehühner sehr flugfreudig sind und die Hähne sich nicht gut abkönnen. Außerdem werden die Hennen kaum brütig. Viele Hühnerhalter haben deswegen ein Seidenhuhn oder eine Brutmaschine. Huhn 1,5 bis 2, Hahn 2 bis 2,5 kg.

 

Altsteirer: Diese flugfreudigen und achtsamen Hühner brauchen viel Bewegung und sollen möglichst nur im Freilauf gehalten werden. Die Legeleistung ist gut, die Hühner werden brütig und die Küken sind sehr robust. Wer bereits im April oder Mai Küken hat, der hat Hennen, die den Winter durchlegen. Althühner legen höchstens wenige Eier, starten mit genügend Futter ab Februar aber wieder durch. Huhn 2 bis 2,75, Hahn 2,5 bis 3,25 kg. PS: die schwere Variante der Altsteirer sind Sulmtaler, die sehr ähnliche Eigenschaften aufweisen. Huhn 2,5 bis 3,5, Hahn 3 bis 4 kg.

 

Maran Hühner: Diese fleißigen Futtersucher fliegen gut, werden selten brütig, bringen einen guten Fleischansatz und haben eine ganz besondere Eigenschaft: Es handelt sich nicht um Winterleger, aber die Eier haben eine sehr dicke, feinporige Schale. Dadurch halten sich die Eier bei kühler Lagerung nicht ein paar Wochen, sondern über Monate. Das Französische Landwirtschaftsministerium erklärt, dass Eier der Maran Hühner wegen der Schale Salmonellenfrei sind. Huhn 2,6 bis 3,2, Hahn 3,5 bis 6 kg.

 

Wyandotten: Die flugfaulen Hühner brüten ständig, suchen fleißig Futter, brauchen wenig Platz und sind sehr robust. Außerdem bringen die Hähne der Wyandotten genau wie die von Maran Hühnern oder Altsteirer und Sulmtalern einen guten Fleischansatz mit. Huhn 2,5 bis 3, Hahn 3,4 bis 3,8 kg.

 Das bereits genannte Seidenhuhn: Wer viel Fläche hat, der kann als Zweitrasse ein paar Seidenhühner halten. Diese sind brutwütig und kriegen die Küken durch. Seidenhühner werden unter Hühnerzüchtern gerne als Leihglucke verwendet. Es können auch die etwas besser legenden Wyandotten als Zweitrasse verwendet werden. Doch Seidenhühner mit zerschlissenem Gefieder können absolut gar nicht fliegen, wärmen die Küken allerdings sehr gut. Huhn 1,1 bis 1,4, Hahn 1,4 bis 1,7 kg.

 

Fazit: Jede von diesen oder weiteren Hühnerrassen hat ihre Vorzüge. Wer es auf die gelegten Eier absieht, der würde Westfälische Totleger und Seidenhühner wählen. Für haltbare Eier liegen die brutfaulen Maran Hühner mit weitem Abstand vorne, brauchen jedoch mehr Futter. Altsteirer und Sulmtaler lassen sich nur gut mit Freilauf halten, dafür brauchen die Tiere im Sommer lediglich wenig Futter. Wyandotten sind die Alternative für Seidenhühner, wenn ab und an ein Tafelhuhn abfallen soll.

Die ganze Serie:

Notzeiten überbrücken – Hühnerhaltung in der Krise

Autark werden: die Wahl der richtigen Hühnerrasse

Eigene Lebensmittel: Hühner vermehren, Küken aufziehen

 

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