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Notzeiten überbrücken – Hühnerhaltung in der Krise (Teil 1)

Viele wollen auf Katastrophenfälle vorbereitet und für jede Situation gewappnet sein. Was aber, wenn eine Notzeit eintritt, da möglicherweise der globalisierte Handel zusammenbricht? Mit Glück bliebe alles friedlich. Aber das Leben wäre sehr behelfsmäßig, da keiner mehr seine Dinge des alltäglichen Bedarfs selber herstellen kann.

In dieser Situation wäre es schön, wenigstens ein paar Kleinigkeiten zu können und zugleich einige Tauschwaren zu produzieren. Wer einen wenigstens mittelgroßen Garten und Nachbarn hat, die sich am Krähen eines Gockels nicht stören, der kann die Hühnerhaltung beginnen. Solange es keine Krise gibt, ist es ein schönes Hobby sowie frische Eier und gelegentlich ein Huhn im Topf sich sehen lassen. Doch in einer friedlichen Krise können die Hühner zum kleinen Einkommen werden. Wer dennoch sein Bündel packen müsste, der kann vorher noch seine Hühner in den Topf hauen und richtig essen.

 

Voraussetzungen für die Hühnerhaltung

In der Krise kann der Hühnerhalter schlecht in den Laden gehen und Hühnerfutter kaufen. Damit sich die Hühner in der Krise auszahlen, muss es den Großteil vom Futter bereits vor Ort geben. Die Hühner suchen und vertilgen Reste aus dem Gemüsegarten oder der Küche. Dennoch brauchen sie ein paar Körner, im Winter ein paar mehr. Wer bereits einen Gemüsegarten pflegt, der muss nur noch überlegen, ob er den Hühnerfreilauf oder den Gemüsegarten einzäunt. Damit die Hühner gesund bleiben und gut legen können, muss es ausgewogenes Hühnerfutter sein, welches für legende und wachsende Hühner Calcium (Muschelgrit, Gehäuseschnecken, gesäuberte und zerriebene alte Eierschalen) sowie genügend hochwertige Proteine (Kleintiere, Kompostwürmer oder Mehlwürmer aus der eigenen Mehlwurmfarm, Süßlupinen werden schlecht angenommen) enthält. Wenn die Hühner im Freien wenig oder nichts finden, muss das Futter umso ausgewogener sein, wobei im Winter Abstriche in Kauf zu nehmen sind.

 Neben dem Freilauf brauchen die Hühner einen Hühnerstall. Alte Nebengebäude können umgebaut werden, es kann auch ein mobiler Hühnerstall mit Legenestern und eingezäuntem Freilauf im Handel erstanden werden. Wichtig ist, dass die Hühner einen Scharraum haben, über dem für die bessere Platzausbeute die gut erreichbaren Legenester sein sollen. Die Hühner wollen eine erhöhte Futter- und Wasserstelle wobei Frischfutter einfach im Freilauf gegeben werden kann. Es kann sogar ein leicht zu reinigender Trog ins Freie gestellt werden. Im Hühnerstall benötigen die Hühner noch Sitzstangen, die alle gleich hoch sein müssen, damit die Hühner nicht streiten. Unter den Sitzstangen soll es ein Kotbrett oder einen Kotbunker geben. Es soll alles leicht zu reinigen sein. Zugleich sollen Ritzen vermieden werden, da in diesen Parasiten überdauern. Mit guter Strukturierung können drei bis vier mittelgroße oder zwei bis drei große Hühner pro m² gehalten werden.

 Sehr wichtig ist, dass die Hühner im Freien überall Deckung finden und über Nacht in den sicheren Hühnerstall kommen, der vor Ratten, Mardern und Füchsen schützt. Der Stall muss sicher sein sowie die sichere Hühnerklappe zu verschließen und am Morgen zu öffnen ist.

 

Hühner im Krisenfall beschaffen?

 Sicherlich, wenn eine friedliche Krise eintritt, in der man lediglich unabhängiger von der Globalisierung werden muss, dann können immer noch schnell ein paar Hühner organisiert werden. Doch das wird nicht klappen, da es mehrere Jahre braucht, Erfahrungswerte aufzubauen. Das geht nur, wenn die Hühner bereits gehalten werden, man sich mit anderen Hühnerzüchtern austauscht und vor allem auch gelegentlich mal einen Zuchthahn tauscht, um die Blutlinie aufzufrischen. Die Hühnerhaltung ist nicht schwer und die paar nötigen Kleinigkeiten lernt ein guter Tierhalter schnell, wenn er einen verlässlichen Ansprechpartner hat. Doch auch das muss erst einmal erlernt werden, damit alles reibungslos funktioniert.

 

Vorteile der Hühner in der Krise

 Zugegeben: Hühner geben keine Milch und keine Wolle. Sie sind jedoch Allesfresser, dürfen jedoch keine verdorbene Nahrung erhalten. Die wesentlichen Punkte, die außerdem für Hühner sprechen, sind folgende:

- leicht zu halten

- schnell zu vermehren

- kleiner Hühnerstall mit etwas Freilauf reichen bereits

- brauchen auf das kg Fleisch oder Eier vergleichsweise wenig Futtermittel

- gut zu portionieren, da ein Huhn nach dem anderen gerupft werden kann

- gerupfte Federn eignen sich für Federbetten oder zerkleinert und kompostiert als Dünger

- der kompostierte Dung ist ein sehr guter und gehaltvoller Dünger

- Eier, Fleisch, Federn oder auch Lebendtiere sind praktische Tauschmittel

Die ganze Serie:

Notzeiten überbrücken – Hühnerhaltung in der Krise

Autark werden: die Wahl der richtigen Hühnerrasse

Eigene Lebensmittel: Hühner vermehren, Küken aufziehen

 

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